          

Verlassene Räume
Werke der Fotokünstlerin und Biennale-Teilnehmerin Candida Höfer
Vom 18. September bis 21. November 2003 im Medienzentrum Passau
„Wenn man sich die stillen Bilder Candida Höfers lange genug anschaut, kann man sich - ganz ohne Frivolität - eine Welt ohne Menschen darstellen“, schreibt der Verleger Michael Krüger über Candida Höfer. Candida Höfer (geb. 1944 in Eberswalde) lebt in Köln und ist eine der bedeutendsten deutschen Fotokünstlerinnen der Gegenwart.
Sie ist bekannt für ihre Fotografien von Räumen. Ihre Aufnahmen zeigen meist öffentlich zugängliche, repräsentative Architekturen und Orte mit funktionaler Einrichtung wie Bibliotheken, Universitätshörsäle, Museumsräume, Treppenaufgänge, Foyers, Kurhäuser, Restaurants, Bäder, Banken, Wartesäle und Hotelhallen.
Ihr fotografischer Blick untersucht aber auch zoologische Gärten und Skulpturen, wandert in Depoträume und Abstellkammern und offenbart normalerweise unbekannte Säle und Kabinette. Selten sind Menschen zu sehen: Sitzgruppen, Regalreihen, Ausstellungsvitirinen, Archivkästen, verlassene Arbeitsplätze, Versammlungsräume, Treffpunkte sind die bevorzugten Motive. Candida Höfer hat von 1973 bis 1976 an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert, zunächst Film bei Ole John, anschließend Fotografie bei Bernd Zecher. Ihre Arbeiten sind auch geprägt durch Bernd und Hilla Becher.
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellung in ganz Europa und den USA begleiten seit 1975 ihre künstlerisch Entwicklung, u. auf der documenta 11 im vergangenen Jahr. Auf der aktuellen 50. Kunstbiennale in Venedig vertritt sie zusammen mit Martin Kippenberger
Deutschland.
Edith Rabenstein
Info:
Medienzentrum der Passauer Neuen Presse
Medienstraße 5, 94036 Passau
Tel. 0851/8020
Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr
Links zum Thema:
Deutsche Botschaft Rom
Deutscher Pavillon 50. Biennale Venedig
Goethe Institut Inter Nationes
Kunsthistorisches Institut Bochum
Kunsthalle Nürnberg

|
|



 |